Familienministerin Katharina Binz veröffentlicht zweiten Bilanzbericht der Landesantidiskriminierungsstelle

Familienministerin Katharina Binz hat den Bilanzbericht der Landesantidiskriminierungsstelle (LADS) für die Legislaturperiode 2016 bis 2021 vorgelegt. Menschen, die Diskriminierung erlitten haben, können sich an die im Familienministerium angesiedelte LADS wenden. Sie erhalten eine Erstberatung und werden über die Möglichkeiten der Gegenwehr mittels des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes (AGG) informiert und gegebenenfalls an spezialisierte Stellen weitergeleitet.

„Ein Meilenstein in der Arbeit der LADS war in der vergangenen Legislaturperiode die Einrichtung einer kostenlosen anwaltliche Erstberatung für Menschen, die Diskriminierung erlitten haben. Diese vom Ministerium vermittelten Rechtsberatung zum Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz (AGG) hat sich als wichtige Unterstützung herausgestellt. Diskriminierte können klären, ob sie eine Möglichkeit haben, sich gerichtlich zur Wehr zu setzen“, betonte Familienministerin Katharina Binz.

Der Bilanzbericht zeigt, dass sich die Anzahl der Beschwerden von 89 in der Zeit 2012 bis 2016 auf insgesamt 512 von 2016 bis einschließlich 2020 erhöht hat. Die häufigsten Beschwerden bezogen sich auf das Merkmal Behinderung (39%) und ethnische Herkunft (23%).

„Seit der Gründung der Landesantidiskriminierungsstelle im Januar 2012 hat sie vielen Menschen helfen können“, so Binz. „Durch die Zusammenarbeit mit engagierten Menschen im Land in vielfältigen Einrichtungen, von staatlichen Stellen bis hin zu Nichtregierungsorganisationen, ist es der Landesantidiskriminierungsstelle gelungen, die Vernetzung voranzutreiben.“

Der Bericht kann hier heruntergeladen werden: https://mffki.rlp.de/fileadmin/MFFJIV/Vielfalt/Antidiskriminierungsstelle/Bericht_LADS_2021_barrierefrei.pdf

 

Hintergrundinformation:
Die LADS wurde 2012 eingerichtet. Sie bündelt und koordiniert die Antidiskriminierungs- und Vielfaltspolitik des Landes. Sie ist darüber hinaus auch eine wichtige Anlaufstelle für Menschen, die konkrete Diskriminierung erfahren haben. Sie informiert und berät und leitet an spezialisierte Rechts- und Sozialberatungsangebote weiter. Grundlage der Arbeit der LADS ist das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz, das Menschen ein diskriminierungsfreies Leben ermöglichen will, unabhängig von ethnischer Herkunft, Geschlecht, religiöser und weltanschaulicher Überzeugung, Behinderung, Alter oder sexueller Identität.