Integrationsministerin Katharina Binz: „Wir werden die Sprachmittlung quantitativ und qualitativ im Land ausbauen und professionalisieren“

Das Haus der Sprachmittlung nimmt heute die Arbeit auf und steht dem Integrationsministerium bei der Weiterentwicklung der Sprachmittlung beratend zur Seite. Das Integrationsministerium fördert das neugeschaffene Haus der Sprachmittlung in diesem Jahr mit knapp 145.000 Euro.   

„Wir werden die Sprachmittlung quantitativ und qualitativ im Land ausbauen und professionalisieren. Unser Ziel ist, das zugewanderte Menschen unabhängig von ihrem Wohnort Zugang zu Sprachmittlung haben, wenn hierfür der Bedarf besteht. Dazu brauchen wir mehr qualifizierte Sprachmittelnde und eine noch leistungsfähigere Vermittlungsstruktur“, sagte Integrationsministerin Katharina Binz. 

Eine wichtige Aufgabe sieht Integrationsministerin Binz darin, potenzielle Auftraggeber über den Nutzen von Sprachmittlung zu informieren: „In der Muttersprache kommunizieren zu können, vermeidet Missverständnisse. Und von einer klaren Kommunikation profitieren Zugewanderte mit keinen oder nur wenigen Deutschkenntnissen ebenso, wie die Beschäftigten von Behörden, Beratungsstellen, Bildungseinrichtungen oder in Arztpraxen. Ich freue mich, dass wir mit Arbeit und Leben Rheinland-Pfalz einen gut vernetzten und kompetenten Partner an unserer Seite haben, um die Sprachmittlung im sozialen Raum weiterzuentwickeln.“

Das Haus der Sprachmittlung arbeitet in Trägerschaft von Arbeit und Leben gGmbH Rheinland-Pfalz. „Vor uns liegt eine sehr spannende Aufgabe und ich freue mich sehr, dass wir unsere umfassende Expertise in der Sprachmittlung im sozialen Raum in diesen vor uns liegenden Arbeitsprozess einbringen können“, fügt Gabriele Schneidewind, die Geschäftsführerin von Arbeit und Leben an. 

Hintergrund:
Bei der Sprachmittlung handelt es sich um Dolmetschleistungen, die von qualifizierten Kräften nebenberuflich erbracht werden. 

Qualifizierungen zur Sprachmittlerin bzw. zum Sprachmittler werden von verschiedenen freien Trägern von Sprachmittlerpools angeboten. Zum 1. Juli startet außerdem das vom Land und dem Europäischen Sozialfonds Plus (ESF+) gemeinsam finanzierte Projekt „Sprachmittlung im Alltag - eine Qualifizierung mit Zukunft“. Diese Qualifizierungsmaßnahme umfasst 180 Unterrichtseinheiten.