Jugendministerium fördert Lernpatenprojekte für Grundschulkinder

Das Land fördert die Lernpatenprojekte für Grundschulkinder mit besonderem Unterstützungsbedarf unter der Trägerschaft des Vereins „keiner darf verloren gehen“ auch 2021 mit insgesamt rund 42.000 Euro. 

„Gerade in der aktuellen Corona-Pandemie, die Kinder in schwierigen Lebenssituationen ganz besonders trifft, freue ich mich, dass die Lernpatinnen und Lernpaten ihren Patenkindern mit individueller und persönlicher Zuwendung eine praktische Unterstützung bieten“, erklärte Jugendministerin Katharina Binz. 


Die bewilligten Mittel fließen sowohl in die einzelnen Projekte als auch in die Fachberatung und Schulung der Lernpatinnen und Lernpaten an folgende Projektträger:
•    Koblenzer Bürgerstiftung
•    Kinderschutzbund Kaiserslautern-Kusel
•    Landkreis Neuwied
•    Kinderschutzbund Neustadt-Bad Dürkheim
•    Kinderschutzbund Speyer
•    Kinderschutzbund Landau-Südliche Weinstraße
•    Kinderschutzbund Germersheim

Zudem fördert das Ministerium die kommunalen Projektstandorte des Westerwaldkreises sowie des Landkreises Ahrweiler in Höhe von insgesamt 16.000 Euro.


„Die Lernpatinnen und Lernpaten sind für die Kinder verlässliche Ansprechpartnerinnen und -partner, die ihnen Zeit, Geduld und Wertschätzung entgegenbringen. Dadurch verbessern sich nicht nur die schulischen Leistungen der Kinder, sondern auch ihr Selbstbewusstsein wird gestärkt und ihr Sozialverhalten verbessert. Die Lernpatenpatenschaft kann so zu einem entscheidenden Baustein für eine gute schulische und persönliche Entwicklung werden“, erläuterte Ministerin Binz.


Die qualifizierten ehrenamtlichen Lernpatinnen und Lernpaten bringen den Kindern beim gemeinsamen Spielen, Lesen, Erzählen oder während der Hausaufgaben vor allem Zeit, Verständnis und Anerkennung entgegen. Die Patinnen und Paten treffen sich in Regel einmal wöchentlich für ca. für zwei Stunden mit den Kindern. In der Zeit der pandemiebedingten Einschränkungen wurde ein Maßnahmenkonzept entwickelt, das ein Aufrechterhalten der Beziehung trotz der Kontaktbeschränkungen - wie beispielsweise durch Telefonate oder Nutzung elektronischer Medien - ermöglicht.
Die Rückmeldungen durch die Lehrkräfte zeigen, dass die Kinder durch das Lernpatenprogramm konzentrationsfähiger, ausgeglichener und erfolgreicher in der Schule sind. 

Hintergrund:
Die Förderung des Projekts „keiner darf verloren gehen“, das von der Bürgerstiftung Pfalz modellhaft entwickelt wurde, wird vor allem für die Aus-, Fortbildung und Begleitung der Lernpatinnen und Lernpaten eingesetzt. Zusätzlich fließen die bewilligten Mittel auch in Fachberatung und besondere Qualifizierung der Patinnen und Paten. Träger der Lernpatennetzwerke sind Bürgerstiftungen, Jugendämter sowie freie Träger der Kinder- und Jugendhilfe, die das Projekt in Kooperation mit Grundschulen durchführen. Die Lernpatinnen und Lernpaten, die häufig aus einem pädagogischen Beruf kommen, werden im Vorfeld durch eine 30-stündige Schulung auf diese Aufgaben vorbereitet und erhalten auch danach durch ein regelmäßiges Coaching fachliche Unterstützung.