Kulturstaatssekretär Prof. Dr. Jürgen Hardeck: Programme der kulturellen Bildung aktuellen und künftigen Ansprüchen anpassen

Kulturstaatssekretär Prof. Dr. Jürgen Hardeck hat heute an der Bund-Länder-Konferenz der Bundesvereinigung Kulturelle Kinder und Jugendbildung e.V. (BKJ) in Trier teilgenommen. In diesem Jahr ist Rheinland-Pfalz Gastgeberland und das Kulturbüro Rheinland-Pfalz in Trägerschaft der LAG Soziokultur und Kulturpädagogik Rheinland-Pfalz Veranstalter der dreitägigen Konferenz. An der Konferenz nehmen 30 Vertreterinnen und Vertreter verschiedener Verbände teil, die sich auf Bundesebene und in den Bundesländern mit kultureller Bildung beschäftigen.

Kulturstaatssekretär Jürgen Hardeck verwies in der politischen Diskussionsrunde zur Zukunft der Kulturellen Bildung in Rheinland-Pfalz auf die vielen verschiedenen erfolgreichen Programme in Rheinland-Pfalz: „Mit dem 2013 von der Landesregierung initiierten Programm ‚Jedem Kind seine Kunst‘ (JeKiKu) wird Kulturschaffenden des Landes die Möglichkeit geboten, im Rahmen einer Kooperation mit interessierten Einrichtungen wie etwa Schulen, Kitas und Jugendzentren kulturelle Bildungsprojekte mit Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen zu gestalten.“

Auch die Jugendkunstschulen spielten eine herausragende Rolle bei der Vermittlung kultureller Bildungsinhalte, so Kulturstaatssekretär Hardeck weiter und hob das seit 2008 bestehende Landesprogramm zur Förderung von Jugendkunstschulen hervor: „Das Projekt ‚Generation K‘ knüpft an die Arbeit der beiden Landesprogramme an. Auch hierbei soll die junge Generation dauerhaft für Kunst und Kultur begeistert werden - unter besonderer Berücksichtigung von Kindern und Jugendlichen, die hiermit bislang kaum in Berührung gekommen sind.“ 

Ziel des gemeinsam vom Kulturministerium mit dem Bildungsministerium und mit Unterstützung der Stiftung Mercator seit 2017 durchgeführten Projektes ist die Förderung der kulturellen Schulentwicklung und der Kooperation von Bildungs- und Kulturszene für eine nachhaltige und qualitätsvolle kulturelle Bildungsarbeit.

Staatssekretär Hardeck betonte in der Diskussionsrunde aber auch: „Es geht nun darum, die bestehenden Programme aktuellen und künftigen Ansprüchen anzupassen, etwa mit Blick auf die Themen Digitalisierung, Nachhaltigkeit oder Diversität. Mit der Zeit zu gehen, setzt voraus, dass Akteure der Kulturellen Bildung sich mit zeitgemäßen Themen und Formaten auseinandersetzen, sich qualifizieren und austauschen. Dazu leistet diese Konferenz einen wichtigen Beitrag.“

Er ergänzt: „Weiterhin spielt auch die Partizipation junger Menschen selbst bei der Weiterentwicklung der kulturellen Bildung eine Rolle: noch immer wird zu häufig über sie statt mit ihnen gesprochen. Und diejenigen, die Kulturelle Bildung anbieten, sind häufig von der Altersgruppe schon weit entfernt.“

Hintergrundinformationen 
Die Bundesvereinigung Kulturelle Kinder-und Jugendbildung e.V. (BKJ) ist ein Dachverband für Kulturelle Bildung in Deutschland. Über 50 bundesweite Fachorganisationen und Landesdachverbände haben sich in der BKJ zusammengeschlossen. Sie sind in den Sparten Bildende Kunst, Literatur, Medien, Museum, Musik, Spiel, Tanz, Theater und Zirkus aktiv. Die BKJ und ihre Mitglieder setzen sich für vielfältige Angebote der Kulturellen Bildung in der Jugendarbeit, in Kultureinrichtungen, Schulen und Kindertagesstätten, für kulturelle Teilhabe und Inklusion, für freiwilliges Engagement und internationalen Austausch sowie für gelingende Bildungslandschaften ein. Einmal im Kalenderjahr veranstaltet die BKJ für ihre Landesvertretungen eine mehrtägige Konferenz. Die Bund-Länder-Konferenz ist ein Gremium der BKJ, das jedes Jahr in ein anderes Land wandert.