Land unterstützt Kommunen bei dem Aufbau einer inklusiven Kinder- und Jugendhilfe

Familien, in denen ein Kind mit Behinderung lebt, sollen durch Verfahrenslotsen unterstützt werden, um die Familien zu entlasten und sicherzustellen, dass sie alle Leistungen erhalten, auf die sie einen Anspruch haben. 

„Mit dem Kinder- und Jugendstärkungsgesetz, das zum 10.06.2021 in Kraft getreten ist, wurden wichtige Impulse zur Weiterentwicklung der Kinder- und Jugendhilfe gesetzt. Die Zusammenführung der Leistungen für Kinder mit und ohne Behinderung im SGB VIII bis 01.01.2028 ist dabei für Rheinland-Pfalz von herausragender Bedeutung. Durch Leistungen aus einer Hand über die Jugendämter und die Einführung von Verfahrenslotsen werden die Bedingungen für die gleichberechtigte und selbstbestimmte Teilhabe von Kindern mit Behinderungen nachhaltig verbessert“, erklärte Ministerpräsidentin Malu Dreyer. 

Eine Maßnahme des Gesetzes ist die bundesweite Einführung von Verfahrenslotsen ab 2024. Das Land unterstützt die Kommunen beim Aufbau einer inklusiven Kinder- und Jugendhilfe und fördert die Verfahrenslotsen mit einem Modellprojekt bereits ab 1. Januar 2023.

„Wir führen die Verfahrenslotsen in Rheinland-Pfalz schon ein Jahr früher ein. Damit unterstützen wir die Kommunen beim Aufbau einer inklusiven Kinder- und Jugendhilfe. Vor allem profitieren aber die Familien und die jungen Menschen mit einer Behinderung von der Begleitung durch die Verfahrenslotsen. Die Lotsen helfen bei der Beantragung wichtiger Teilhabeleistungen. Mit der Förderung der Verfahrenslotsen wollen wir zur gleichberechtigten Teilhabe von Kindern mit Behinderungen beitragen“, erklärte Familienministerin Katharina Binz.

Interessierte Kommunen können bereits in diesem Jahr die Förderung von bis zu einer halben Stelle beantragen. Für die Stadt Trier und den Landkreis Germersheim wurde bereits eine Förderung bewilligt.