Landesbeauftragter für gleichgeschlechtliche Lebensweisen und Geschlechtsidentität David Profit: „#OutInChurch verdient höchsten Respekt“

Der Landesbeauftragte für gleichgeschlechtliche Lebensweisen und Geschlechtsidentität David Profit begrüßt die Initiative „#OutInChurch. Für eine Kirche ohne Angst“. 125 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der römisch-katholischen Kirche, bekennen sich darin offen zu ihrer sexuellen oder geschlechtlichen Identität.

Unter ihnen sind Priester, Gemeinde- und Pastoralreferentinnen und Pastoralreferenten, Lehrkräfte für Religion, aber auch Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus der kirchlichen Verwaltung.

David Profit erklärt: „Ich wünsche mir, dass mit der Initiative ‚#OutInChurch‘ ein konstruktiver Dialog innerhalb der katholischen Kirche ausgelöst wird, an dessen Ende die Gleichstellung und Akzeptanz aller Beschäftigen steht. Die katholische Kirche akzeptiert bislang ihre lesbischen, schwulen, bisexuellen, trans-, intergeschlechtlichen und nicht-binären Mitglieder und Beschäftigten nicht. Sie müssen Angst vor Ablehnung oder handfester Diskriminierung bis hin zum Jobverlust haben. Die 125 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der katholischen Kirche verdienen daher für ihre Initiative höchsten Respekt.“

Der Landesbeauftragte unterstützt die Forderung der Initiative nach einer Änderung des kirchlichen Arbeitsrechts dahin gehend, dass die sexuelle und geschlechtliche Identität künftig kein Kündigungsgrund mehr sein darf. Dies gilt auch für die Forderung nach einem diskriminierungsfreien Zugang zu allen Berufsbildern und Angeboten der katholischen Kirche. Ein weiterer Punkt ist dem Landesbeauftragten wichtig: „Dialogangebote von Queerverbänden hat die katholische Kirche bislang mit Seelsorgeangeboten beantwortet. LGBTIQ* brauchen aber keine Seelsorgeangebote, sondern echte Akzeptanz“, so Profit.