Landesbeauftragter für gleichgeschlechtliche Lebensweisen und Geschlechtsidentität David Profit verurteilt die Schändung der Mainzer Gedenkstele für LGBTIQ-Opfer

Unbekannte haben die erst vor rund zwei Wochen in Mainz eingeweihte Stele zum Gedenken an Menschen, die aufgrund ihrer geschlechtlichen Identität oder sexuellen Orientierung in der Zeit des Nationalsozialismus und in der Nachkriegszeit verfolgt wurden, großflächig mit roter Farbe besprüht.

Der Landesbeauftragte für gleichgeschlechtliche Lebensweisen und Geschlechtsidentität David Profit ist entsetzt: „Ich verurteile diese Schändung des Gedenkorts. Die schwulen, lesbischen, bisexuellen, transidenten, intersexuellen und queeren Opfer von staatlicher Willkür, denen wir hier gedenken, wurden nun erneut angegriffen. Das ist beschämend und traurig. Das passt auch nicht zu unserer Lebensart in Rheinland-Pfalz und Mainz. Ich werde Anzeige bei der Polizei erstatten und hoffe, dass die Person gefasst wird, die das getan hat.“

Die Stele auf dem Ernst-Ludwig-Platz mitten im Mainzer Regierungsviertel wurde am 21. Juli 2021 vom rheinland-pfälzischen Landtagspräsidenten Hendrik Hering, der rheinland-pfälzischen Familienministerin Katharina Binz, dem Mainzer Oberbürgermeister Michael Ebling und QueerNet-Vorstand Joachim Schulte eingeweiht.