Landesregierung beruft Staatssekretär David Profit zum neuen Landesbeauftragten für gleichgeschlechtliche Lebensweisen und Geschlechtsidentität

Der Ministerrat hat auf Vorschlag von Staatsministerin Katharina Binz den Staatssekretär im Familienministerium David Profit zum neuen rheinland-pfälzischen Landesbeauftragten für gleichgeschlechtliche Lebensweisen und Geschlechtsidentität berufen. Der 44-jährige Jurist folgt Dr. Christiane Rohleder, die 2016 als bundesweit erste Landesbeauftragte für gleichgeschlechtliche Lebensweisen und Geschlechtsidentität dieses Amt übernommen hatte.

Familienministerin Katharina Binz begrüßte die Berufung: „Staatssekretär Profit wird ein Ansprechpartner auf Augenhöhe sein. Er kennt die rheinland-pfälzische LGBTIQ*-Politik von Anfang an.“ Profit formulierte 1998 als junger Abgeordnetenmitarbeiter im Landtag Rheinland-Pfalz die ersten parlamentarischen Landes-Initiativen zu LGBTIQ*. Später brachte er als Referent in der Staatskanzlei den ersten Aktionsplan Rheinland-Pfalz unterm Regenbogen mit auf den Weg. „Die zum Gesetz gewordene rheinland-pfälzische Bundesratsinitiative zur Öffnung der Ehe hat David Profit mitformuliert. Er weiß, wo der Schuh drückt, aber auch, welche großen Fortschritte Rheinland-Pfalz in den letzten 23 Jahren in der Akzeptanzpolitik gemacht hat. Zudem ist er übrigens auch der erste amtierende rheinland-pfälzische Staatssekretär, der mit einem Mann verheiratet ist," erläuterte Katharina Binz.

„Als Landesbeauftragter für gleichgeschlechtliche Lebensweisen und Geschlechtsidentität ist es meine Aufgabe, die Akzeptanz von lesbischen, schwulen, bisexuellen, trans* und intergeschlechtlichen Rheinland-Pfälzer*innen (LGBTIQ*) zu fördern, gegen Diskriminierung und für rechtliche Gleichstellung einzutreten,“ sagte David Profit nach seiner Ernennung. „Rheinland-Pfalz ist vielfältig. Es gibt hier beispielsweise Regenbogenfamilien, Menschen, die trans* sind, Intergeschlechtliche sind ebenso Realität wie CSDs, rosa Fastnachtssitzungen, lesbische Chöre, schwule Sportmannschaften oder Trans*Personen in der Blaulichtfamilie. Diese Vielfalt ist eine positive Bereicherung für unser Land. Es hat niemand ein Recht, das zu bewerten oder in Frage zu stellen. Wir alle profitieren von einem offenen Umgang mit der Vielfalt in unserem Land.“

Die Akzeptanz hat in Rheinland-Pfalz in den letzten Jahren insgesamt zugenommen. Es gibt aber nach wie vor Abwertungen, stereotype Bewertungen und Diskriminierungen bis hin zu Gewalttätigkeit. „Nur, wenn sich jeder einzelne Mensch angenommen und akzeptiert fühlt, kann er seine Potentiale in allen Lebensbereichen entfalten. Diese Akzeptanz kommt allen Menschen in unserem Land zugute,“ erklärte David Profit.

Der Landesbeauftragte koordiniert auch die Weiterentwicklung des Landesaktionsplans Rheinland-Pfalz unterm Regenbogen. Die Landesregierung Rheinland-Pfalz hat 2013 den Landesaktionsplan „Rheinland-Pfalz unterm Regenbogen“ mit einer Vielzahl von Maßnahmen beschlossen und in den Jahren 2015 und 2020 fortgeschrieben. Ziel ist es, die Anliegen von lesbischen, schwulen, bisexuellen, trans* und intergeschlechtlichen Rheinland-Pfälzer*innen in alle relevanten Handlungsfelder der Politik einzubringen.

Informationen zum Landesaktionsplan und zum Landesbeauftragten für gleichgeschlechtliche Lebensweisen und Geschlechtsidentität finden Sie unter www.regenbogen.rlp.de