Queer-Landesbeauftragter David Profit: „Forschungsergebnisse zur Verfolgungs- und Emanzipationsgeschichte von LGBTIQ* in Rheinland-Pfalz erstmals online abrufbar“

David Profit, Landesbeauftragter für gleichgeschlechtliche Lebensweisen und Geschlechtsidentität, hat den Startschuss für die neue Landes-Homepage www.lgbtiq-rlp.de gegeben.

„Diese Homepage stellt aufgrund eines Beschlusses des Landtags Forschungsergebnisse über die Verfolgungs- und Emanzipationsgeschichte von LGBTIQ* digital zur Verfügung. Ergänzend finden sich hier Informationen zu Ausstellungen und Gedenkarbeit im Bereich sexuelle und geschlechtliche Vielfalt in Rheinland-Pfalz. Ich freue mich, dass wir diese neue Homepage als Kooperation des Ministeriums für Familie, Frauen, Kultur und Integration und medien.rlp, Institut für Medien und Pädagogik e.V. anbieten können.“

Mario von Wantoch-Rekowski, Geschäftsführer von medien.rlp, ergänzt: „Die Geschichts- und Forschungshomepage zur Aufarbeitung queerer Geschichte ist nicht statisch, sondern soll wachsen. Wir laden alle Interessierten ein, uns Hinweise auf weitere Projekte und Maßnahmen im Bereich der Geschichtsforschung und Gedenkarbeit zu LGBTIQ* in Rheinland-Pfalz zuzuleiten und uns Feedback zur Homepage zu geben unter kontakt(at)lgbtiq-rlp.de oder regenbogen(at)mffki.rlp.de.“

Auf der Geschichts- und Forschungshomepage werden unter anderem die mobile Ausstellung „Verschweigen – Verurteilen“ über die Verfolgung von Homosexualität in Rheinland-Pfalz von 1946 – 1973 präsentiert, die Studie „… IN STÄNDIGER ANGST …“ über rechtliche Folgen einer Scheidung für Mütter mit lesbischen Beziehungen und ihre Kinder in Rheinland-Pfalz, die Dokumentation regionaler Forschungsprojekte, die Enthüllung der Gedenk-Stele „Totgeschlagen. Totgeschwiegen.“ des Landes Rheinland-Pfalz und der Landeshauptstadt Mainz und weitere Informationen zur Queer-Politik im Land. Die Homepage ist eine Maßnahme der Landesregierung im Rahmen des Landesaktionsplans „Rheinland-Pfalz unterm Regenbogen“.

Zum Hintergrund
Der Landtag Rheinland-Pfalz hat am 13. Dezember 2012 einstimmig den Entschluss gefasst, die Verfolgung von lesbischen, schwulen, bisexuellen, transidenten, intergeschlechtlichen und nichtbinären Menschen (LGBTIQ*) in Rheinland-Pfalz aufzuarbeiten, die Erinnerung an diese Zeit wach zu halten und für LGBTIQ*-feindliche Tendenzen zu sensibilisieren. Am 30. Januar 2020 hat der Landtag die Forderung nach rechtlicher Gleichstellung und gesellschaftlicher Akzeptanz von LGBTIQ* sowie seinen Entschluss zur Aufarbeitung queerer Geschichte bekräftigt.