Verbraucherschutzministerin Katharina Binz: „Ein ‚Recht auf Reparatur‘ ist finanziell und ökologisch nachhaltig“

Unter dem Motto „Recht auf Reparatur – Mittel zur nachhaltigen Nutzung von Konsumgütern“ wurde heute bei der digitalen Veranstaltungsreihe „Verbraucherschutz am Mittag“ über die Stärkung von nachhaltigem Konsum diskutiert.

Verbraucherschutzministerin Katharina Binz erklärte: „Wir müssen mit unseren Ressourcen schonender umgehen. Verbraucherinnen und Verbraucher müssen sich darauf verlassen können, dass ihre Produkte möglichst einfach und zu vertretbaren Kosten reparierbar sind. Dafür muss auf europäischer Ebene ein Rechtsrahmen geschaffen und in Rheinland-Pfalz umgesetzt werden.“

Die politischen Rahmenbedingungen und Leitlinien müssen hier überwiegend auf der europäischen Ebene getroffen werden: durch die Ökodesign-Richtlinie. Die EU Kommission will am 30. November 2022 ihre Initiative zum „Recht auf Reparatur“ vorstellen. 

Über die politischen Entwicklungen auf der EU-Ebene, Bundesebene und hier in Rheinland-Pfalz diskutierten heute Verbraucherinnen und Verbraucher gemeinsam mit fachkundigen Referentinnen und Referenten. Diese waren Anna Cavazzini, Vorsitzende des Ausschusses für Binnenmarkt und Verbraucherschutz im Europäischen Parlament, Werner Scholz, Geschäftsführer der Hausgeräte-Fachverbände im Zentralverband Elektro- und Digitalindustrie (ZVEI) e. V., Tom Hansing vom Vorstand des Vereins „Runder Tisch Reparatur e. V., Elke Salzmann, Referentin für nachhaltigen Konsum beim Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv e.V.) und Christoph Tochtrop vom Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie gGmbH.

In Rheinland-Pfalz ist die besondere Bedeutung des Themas „Recht auf Reparatur“ im Koalitionsvertrag festgehalten. Das Verbraucherschutzministerium hat die „Förderung eines nachhaltigen Konsumverhaltens“ als Schwerpunktthema festgelegt. Verbraucherinnen und Verbraucher werden im Rahmen verschiedener Projekte zum Thema „Reparierbarkeit“ informiert und unterstützt.


Weitere Informationen zu aktuellen Projekten des Verbraucherschutzministeriums im Bereich „Recht auf Reparatur“: 

„Das geht! Nachhaltig konsumieren und leben!“
Die Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz erstellt im Rahmen dieses Projekts umfangreiche Unterrichts- und Informationsangebote zum Thema „Recht auf Reparatur“. Darüber hinaus werden Lehrkräfte geschult, Workshops an Schulen durchgeführt, Informationsveranstaltungen und Web-Seminare angeboten.
https://www.verbraucherzentrale-rlp.de/umwelt-haushalt/recht-auf-reparierbarkeit-71330 
https://www.verbraucherzentrale-rlp.de/pressemeldungen/umwelt-haushalt/nachhaltigkeit/elektrogeraete-reparieren-statt-wegwerfen-69890 

Orte der Nachhaltigkeit 
Mit der Auszeichnung „Ort der Nachhaltigkeit“ soll das Engagement für nachhaltiges Leben in Gemeinden, Städten und Landkreisen sichtbar gemacht und honoriert werden. Startschuss war der 29. März 2022 mit der Unterzeichnung einer gemeinsamen Absichtserklärung durch die Landesregierung sowie die kommunalen Spitzenverbände von Rheinland-Pfalz. Alle Bürgerinnen und Bürger sind eingeladen, dem Verbraucherschutzministerium ihre Orte der Nachhaltigkeit mitzuteilen und für eine Auszeichnung vorzuschlagen.
https://mffki.rlp.de/de/themen/verbraucherschutz/orte-der-nachhaltigkeit/