Verpflichtende Gewaltpräventionsberatung in Österreich

Am 1. September 2021 ist in Österreich die neue Änderung des Sicherheitspolizeigesetzes (SPG) in Kraft getreten:

Nach dieser Änderung müssen Gefährder und Gefährderinnen, gegen die ein Betretungs- und Annäherungsverbot ausgesprochen wurde, künftig an einer sechsstündigen Gewaltpräventionsberatung in einer Beratungsstelle für Gewaltprävention teilnehmen. Wird ein Betretungs- und Annäherungsverbot aus­gesprochen, so hat der Gefährder oder die Gefährderin fünf Tage Zeit, sich mit einer Beratungsstelle für Gewaltprävention in Verbindung zu setzen und einen Termin für die Beratung zu vereinbaren. Diese muss innerhalb von 14 Tagen ab Kontaktaufnahme erstmalig stattfinden. In der sechsstündigen Beratung sollen die Gefährder und Gefährderinnen nicht nur über die möglichen rechtlichen Konse­quenzen aufgeklärt werden, die ihnen drohen, sondern es sollen ihnen auch Wege aufgezeigt wer­den, wie sie die Kontrolle über das eigene Verhalten behalten und ihnen weiterführende Therapien sowie Anti-Gewalt-Trainings anbieten. Oberstes Ziel dabei ist, dass es zu keinem Wiederholungsfall kommt.

Weitere Informationen zu den Vorgaben und Möglichkeiten in Österreich unter diesem Link: https://bundeskriminalamt.at/202/Gewalt_widersetzen/start.aspx