Gefahr des schnellen Klicks – Rheinland-Pfalz setzt sich für Regeln im Internet ein

Private Urlaubsfotos an die Litfaßsäule hängen, Verträge einfach unterschreiben ohne sie vorher zu lesen – undenkbar? Was für die meisten Menschen in der realen Welt nie in Frage käme, geht vielen im Internet mit einem kleinen Klick schnell von der Hand: Mal schnell ein Foto bei Facebook posten, das „Kleingedruckte“ einfach mal schnell akzeptieren.

Christiane Rohleder, Staatssekretärin im Verbraucherschutzministerium, ist deshalb der Meinung: „Der digitale Wandel wird erfolgreich sein, wenn wir Regeln aufstellen, die Verbraucherinnen und Verbraucher bei der Weiterentwicklung unserer digitalen Welt unterstützen. Also: Wenn wir einen Verbraucherschutz haben, der mit der digitalen Zeit geht.“ Rohleder tauschte sich diese Woche in einem ersten Gespräch mit Fachleuten darüber aus, welchen Herausforderungen der Verbraucherschutz in einer digitalen Welt und auch ganz konkret in Rheinland-Pfalz begegnen muss. Die Gesprächsrunde stellte sich Fragen wie: Müssen sich Beratungsangebote verändern? Wie kann der digitale Wandel verbraucher- und datenschutzfreundlich gestaltet werden? Welche Maßnahmen eignen sich dafür?

Die Ergebnisse aus diesem und einem zweiten Gespräch im Juni fließen in die Verbraucherschutzpolitik in Rheinland-Pfalz sowie in Erstellung der rheinland-pfälzischen Digitalstrategie ein, die 2018 vorgestellt werden soll. Unter dem Motto „Rheinland-Pfalz digital: Wir vernetzen Land und Leute“ veranstaltet die Landesregierung einen breit angelegten „Digital-Dialog“. Die Grundlagen sind ein ressortübergreifendes Dialog-Papier und die Online-Plattform unter www.digital.rlp.de. Hier gibt es auch eine Kommentarfunktion, mit der sich alle an der Diskussion beteiligen können.