„Mit diesem Projekt unterstützen wir eine Gesprächsreihe, die Menschen zusammenbringt und Kulturorte als offene Räume für Austausch stärkt. Dabei geht es darum, unterschiedlichste Perspektiven sichtbar zu machen und auch schwierige Fragen nicht auszuklammern. In den Veranstaltungen der Heimat-Reihe sind alle Teilnehmenden dazu eingeladen, ganz konkret darüber zu sprechen, was Heimat und Demokratie für sie persönlich bedeuten, welche Hoffnungen, aber auch welche Sorgen sie damit verbinden. Genau das macht die Reihe so wertvoll: Sie erreicht Menschen aus unterschiedlichsten politischen Richtungen und lädt sie zum Dialog ein. Mit dem klaren Ziel, demokratiefeindlichen und extremistischen Tendenzen entgegenzutreten und diejenigen zu stärken, die sich bereits für unsere demokratischen Werte engagieren. Auf diese Weise fördert das Projekt Demokratie, politische Bildung und bürgerschaftliches Engagement und vernetzt lokale Gruppen über soziale und kulturelle Grenzen hinweg“, betont Familienministerin Katharina Binz.
Die Veranstaltungsreihe macht von Ende Februar bis März an insgesamt 19 Orten in Rheinland-Pfalz Station und widmet sich dem Thema Heimat vor dem Hintergrund weit verbreiteter Sorgen um den Verlust des Vertrauten.
Familienministerin Katharina Binz wird am 12. März die Veranstaltung bei der Jüdischen Kultusgemeinde Mainz-Rheinhessen besuchen. Kulturstaatssekretär Jürgen Hardeck nahm bereits am 28. Februar an dem PEN-Termin im Theater Koblenz teil und wird am 3. März im Kulturwerk Wissen anwesend sein.
Die Veranstaltenden greifen mit dem übergeordneten Thema Ängste auf, die viele Menschen bewegen und die sich in der öffentlichen Debatte zunehmend bündeln. Dazu zählen unter anderem die Sorge, der Staat könne seine grundlegenden Aufgaben nicht mehr ausreichend erfüllen, die Gesellschaft könne durch Einwanderung überfordert sein oder dass Wohnraum unbezahlbar und eine verlässliche Gesundheitsversorgung schwerer erreichbar werde.
Zentrales Ziel ist es, dass das Publikum bei den Veranstaltungen nicht lediglich zuhört und am Ende einzelne Fragen stellt, sondern sich aktiv in die Diskussion einbringt.
Die jeweils dreiköpfig besetzten Podien sind bewusst vielfältig zusammengesetzt. So diskutieren neben Journalistinnen und Journalisten auch Schriftstellerinnen und Schriftsteller sowie Unternehmerinnen und Unternehmer, Vertreterinnen und Vertreter der Politik und der Wissenschaften.
Hintergrund:
Der Verein PEN Berlin e.V. wurde 2022 als Autorenvereinigung gegründet. Seine derzeit rund 650 Mitglieder verpflichten sich zum Einsatz für Meinungs-, Presse- und Kunstfreiheit.
Die Gesprächsreihe ist neben Rheinland-Pfalz auch in Baden-Württemberg, Sachsen-Anhalt, Mecklenburg-Vorpommern und Berlin geplant. Organisiert werden sollen die Veranstaltungen in enger Zusammenarbeit mit lokalen Kultureinrichtungen und Verwaltungen.