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Alt: Integration der Flüchtlinge ist zentrale Aufgabe der nächsten Jahre

Als zentrale politische Aufgabe der nächsten Jahre hat Integrationsministerin Irene Alt in der heutigen Landtagsdebatte die Integration der Flüchtlinge bezeichnet. Besonders wichtig hierbei sei das Erlernen der deutschen Sprache. „Daher haben wir als Landesregierung die Anzahl der Sprach- und Orientierungskurse für Flüchtlinge inzwischen auf 115 Kurse fast verdreifacht und bieten in diesem Jahr außerdem 370 weitere landesfinanzierte Sprachkurse für Menschen mit Migrationshintergrund an, die auch Asylsuchenden offen stehen“, so Alt.

„Der Bund muss nun auch seine Hausaufgaben machen und seine Integrationskurse entsprechend der Nachfrage erhöhen. Es kann nicht sein, dass anerkannte Flüchtlinge einen Integrationskurs des Bundes besuchen wollen, aber kein Kurs bereit steht – zumal auch Asylsuchende unter bestimmten Voraussetzungen mittlerweile an den Integrationskursen teilnehmen dürften, wenn es denn genügend Kurse gäbe.“ Alt betonte den hohen Stellenwert, den die Sprachförderung für die Landesregierung habe und wies auf den massiven Ausbau der Sprachförderangebote in Kitas und Schulen hin. 

Ein zweiter Baustein sei die Integration in den Arbeitsmarkt. Das Land habe hier mit dem Projekt zur Erfassung der schulischen und beruflichen Qualifikationen von Flüchtlingen bereits in der Erstaufnahme einen wichtigen Schritt getan, um die Eingliederung in den Arbeitsmarkt zu erleichtern. Entsprechende Kompetenzerfassungsprojekte laufen in der Erstaufnahmeeinrichtung in Trier seit Juni 2015 und in Ingelheim seit Mitte August. Aber, so Alt: „Wir brauchen eine Regelung für den sicheren Aufenthaltsstatus der Flüchtlinge während ihrer Ausbildung und in den ersten zwei Jahren nach Abschluss der Lehre.“

Abschließend mahnte Alt an, dass das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge Asylverfahren deutlich schneller entscheiden muss. Hierfür müsste das BAMF endlich mehr Personal einstellen. „Integration ist nur dann möglich, wenn Menschen auch eine Perspektive haben und nicht in Unsicherheit leben müssen. Hierfür brauchen sie rasch Klarheit darüber, ob sie eine Perspektive auf ein Leben in Deutschland haben“, erklärte Alt.  

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