Kulturstaatssekretär Jürgen Hardeck erklärte: „Dieser Abend steht gleich in mehrfacher Hinsicht für Kontinuität und Verantwortung. Wir würdigen mit diesem Preis bisher erbrachte künstlerische Leistung des Amelio Trios und unterstützen seine nächsten Karriereschritte. Wir erinnern aber auch an den Mainzer Komponisten Hans Gál, der als Direktor des Mainzer Konservatoriums wirkte und 1933 vor den Nationalsozialisten emigrieren musste. Während Hans Gál vor seiner Emigration beachtliche Erfolge feiern konnte, geriet er danach in Vergessenheit und wird erst seit einigen Jahren allmählich wiederentdeckt. Die Erinnerung an Biografien wie die seine besitzt – gerade in Zeiten eines wiedererstarkenden Antisemitismus - eine besondere gesellschaftliche Bedeutung. Darüber hinaus ist es ein starkes Zeichen für die gute Zukunft der Kammermusik, dass der Hans Gál-Ensemble-Preis, durch das großartige finanziellen Engagements der Stiftung von Susanne und Andreas Barner langfristig und noch großzügiger fortgeführt werden kann.“
Das Amelio Trio besteht aus Johanna Schubert (Violine), Merle Geißler (Violoncello) und Philipp Kirchner (Klavier). Im Preisträgerkonzert verband das Ensemble Werke von Charles Ives, Hans Gál und Ludwig van Beethoven und ermöglichte dem Publikum, die Musikerinnen und den Musiker in stilistisch wie interpretatorisch unterschiedlichen Facetten zu erleben.