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Alt: Gender Pay Gap nach wie vor inakzeptabel

Angesichts der neuesten Zahlen des Statistischen Landesamts zum Gender Pay Gap sagt Frauenministerin Irene Alt: „Die aktuell veröffentlichten Zahlen für Rheinland-Pfalz von durchschnittlich 22 Prozent Lohnunterschied zwischen Männern und Frauen sind erschreckend und nach wie vor inakzeptabel.“

Besonders schlimm ist laut der Ministerin, dass der Gender Pay Gap für hochqualifizierte Frauen und für Frauen in Führungspositionen mit 26 Prozent beziehungsweise 27 Prozent sogar noch größer sei. „Es ist schon schlimm genug, wenn Frauen weniger als Männer verdienen. Wenn dann aber ausgerechnet die Frauen am meisten benachteiligt werden, die überdurchschnittlich viel in ihre Qualifikation und ihre Karriere investieren, läuft etwas bei uns ganz falsch“, bekräftigt Frauenministerin Alt.

Laut dem Statistischen Landesamt ist der Gender Pay Gap in der Gruppe der 35- bis 44-jährigen Frauen mehr als doppelt so groß wie in der Gruppe der 25- bis 34-jährigen. „Das bestätigt unsere Beobachtung, dass die Karriere von Frauen oft nach der Geburt eines Kindes einen entscheidenden Knick hinnimmt. Das darf aber nicht sein. Wir brauchen eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf und wir brauchen mehr Väter, die sich in der Betreuung ihrer neugeborenen Kinder engagieren. Außerdem appelliere ich an alle Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber dem Prinzip ‚gleicher Lohn für gleiche Leistung zu folgen‘“, sagt Alt. Zudem könne eine feste Quote für Frauen in Aufsichtsräten und Vorständen in der freien Wirtschaft weitere Ungleichgewichte im Erwerbsleben beseitigen.

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